Konzertbericht: AliA in Berlin

Berlin wurde erschüttert … Und zwar von der sechsköpfigen Rockband AliA, welche am Samstag ihren ersten Auftritt in unserer Hauptstadt hatte. Das Publikum an dem Abend war nicht sonderlich zahlreich, aber auch in größerer Runde hätten Fans wie Band nicht noch mehr Spaß haben können.

Die Mitglieder kamen nacheinander auf die Bühne und jeder wurde mit einem heftigen Applaus begrüßt. Jeder trug etwas Neon gelbes, wodurch sie selbst bei geringem Licht erstrahlten. Während sich alle sechs auf der Bühne einfanden erschien auf den vier LED Bildschirmen, die im hinteren Teil der Bühne verteilt aufgebaut waren, der Name der Band und im Anschluss verschiedene zusammengehörende Muster in Rot und Weiß.

Mit “Joker” als Opener begann nun ein Konzert der Superlative. Keyboarder TKT animierte die Fans bereits sehr früh während des Songs mitzumachen und das Publikum stimmte sofort mit ein und gab alles was es hatte. Die Stimmung ließ nicht nach, ganz im Gegenteil. Mit jedem Song schien bei allen der Spaß weiter anzusteigen. Nach dem dritten Song “limit” stellte uns die Sängerin Ayame alle Mitglieder in gutem Englisch vor und sie selbst wurde von Drummer Bob vorgestellt. Nachdem alle vorgestellt waren, wünschte sie uns auf Deutsch viel Spaß und es ging weiter mit “インストップデート“. Im Anschluss gab es ein Solo von Rina (Violine), was ein schöner Übergang zum gefühlvollen Lied “letter” darstellte. Nach diesem ruhigen Song gab uns Bob ein Solo auf den Drums. Langsam beginnend wurde er immer schneller bis zum Höhepunkt des Solos. Ein großer Applaus ertönte und es ging mit “impulse” in die zweite Hälfte des Konzertes.

So energiegeladen wie “impulse” endete, so emotional ging es danach weiter. Ayame packte all ihre Emotionen in den nächsten Song und schickte die Menge auf eine emotionale Reise. Während einer besonders emotionalen Stelle in der Mitte ging ohne Vorwarnung das Licht aus. Man konnte nur schemenhaft erkennen, dass Ayame auf das kleine Podest gestiegen war. Einige Sekunden geschah nichts. Es war totenstill. Man konnte fühlen wie die Spannung ins Unermessliche stieg. Plötzlich ertönte Ayames Stimme und im selben Moment ging das Licht wieder an. Ayame sang aus voller Kehle und ohne Mikrofon, aber beinahe so laut als würde sie ins Mikro singen und genauso klar. Das Publikum war weiterhin ruhig und lauschte ihrem Gesang. In einigen Gesichtern zeichnete sich pures Erstaunen und hoher Respekt vor dieser Leistung ab. Nachdem dieser besonders emotionale Teil vorbei war und die anderen Mitglieder wieder Vollgas an ihren Instrumenten gaben, schaltete das Publikum direkt um und gab ebenfalls alles. Während des folgenden Songs bekam Ayame eine kurze Pause, denn von “声” (Koe) bekamen wir eine instrumentale Version zu hören. Allmählich näherte sich das Ende eines tollen Abends. Nach einem weiteren Song hat sich die Band auf Deutsch für den schönen Abend bedankt und das alle sechs einzeln. Bob hat uns sogar ein paar umgangssprachliche Wörter präsentiert. Nun folgte der letzte Song, welcher es in sich hatte. AliA hatte sich für einen ordentlichen Knall zum Schluss entschieden und zwar mit “かくれんぼ” (kakurenbo)! Die Menge sang mit und tanzte bis zur letzten Note. Nachdem die Band komplett von der Bühne runter war, erklangen schnell die Rufe nach einer Zugabe und der Wunsch wurde den Fans erfüllt, sogar mit zwei weiteren Songs, “ユートピア” (utopia) und” simple”.

Nun war der Abend jedoch zu Ende. Es wurden noch Plektren an die Fans verteilt, Eren gab seine den Fans sogar direkt in die Hand, und Seiya warf noch sein Handtuch in die Menge. Nun gab es noch ein Meet&Greet für alle die sich ein VIP Ticket gekauft hatten und damit nahm für alle Anwesenden ein wunderbarer Tag mit einer wirklich guten Liveband ein Ende.

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