Album Review: Expose Your Emotions von Bridear

Bridear sind wieder da! Ihr zweites Full Album „Expose Your Emotions“ ist zugleich das erste mit neuer Besetzung Ayumi (git) und Natsumi (dr). Und es kann sich hören lassen!
Die Mädels aus Fukuoka haben ihre Zeit gründlich genutzt und ihre volle Leidenschaft in die Songs gesteckt. Wir sind es gewohnt, wo Bridear draufsteht, da gibt es nur Gutes – aber das, was ‚Expose Your Emotions‘ da auffährt, ist einfach überwältigend!

Beginnen wir mit dem starken Opener „Ghoul“, der zugleich auch die erste Single des Albums ist. Der Song beginnt sehr schnell und baut eine gewisse Energie auf, die sich dann schnell in die typisch für Bridear melodischen Gitarrenriffs einfädelt. Der Song macht gewaltig Spaß und bietet zum Ende eine sehr schöne Solopassage.

MIRROR“ knüpft etwas schleppender, nicht weniger kraftvoll an Ghoul an. Kimis Stimme passt hervorragend zu solch einem Song, und ich sehe ihn schon als einen der Must-Plays auf Live Konzerten. Die Solis von Misaki und Ayumi sind technisch einwandfrei gespielt, und das gut funktionierende Rhytmusduo Haru / Natsumi zeigen, dass uns weiterhin keine schwachen Songs auf dieser Scheibe erwarten werden.

Dritter Song ist „Dance Macabre“, jetzt schon einer meiner Lieblingssongs der 2012 gegründeten Band. Tolles Arrangement, man kann quasi nicht still sitzen bleiben. Sehr großes Live Potential.

Weiter geht es mit dem Nu-Metal Reißer „Awake“. Etwas düsterer, mit Growls untermalte Gesangspassagen ist es ein starker Song, der auch hier Kimis beeindruckende Stimme auf dem Leib geschrieben ist. Mittendrin zum Solo erleben wir dann einen kleinen Tempowechsel, in dem Drummerin Natsumi gehörig aufs (Gas)Pedal drückt.

Etwas poppiger ist „thawing“ (zu deutsch: Auftauen). Ein sehr angenehmer Melodic Metal Song, von Keys unterstützt. ich denke, dass er das ein oder andere Mal auf einer Live Setlist auftauchen wird.

Misery Machine“ ist zur Mitte des Albums eine Powerballade, die nach und nach an Intensität steigert. Ideal um nochmal das großartige Gitarrenspiel von Misaki und Ayumi zu betonen!

Mit „you“ hören wir die erste richtige Ballade auf diesem Album. Hier haben wir mal etwas Akustisches ohne Drums und Overdrive. Kimi singt wunderschön. Was soll man dazu sagen? Bridear können es!!

Song Nummer 8 heißt „sick“ und schmeißt uns von den eher ruhigen Vorgängern wieder zurück auf den Teppich! „sick“ reiht sich gnadenlos auf Expose Your Emotions ein und hat einen tollen Refrain, der mir das Stillsitzen mal wieder sehr schwer bereitet.

Vorletzter Song ist „Crybaby“, welcher vielleicht nicht der stärkste Song auf dem Album ist, aber dennoch sehr gut aufgebaut ist.

Zum Ende hören wir „Again“, ein flotter Song, der das große Ganze quasi abrundet. Leider möchte man sich am Ende fragen: „..und? Wann geht es weiter?“

Fazit:

BRIDEAR haben hier ein erstklassiges Album auf dem Markt geworfen. Die Neubesetzung hat frischen Wind und Ordnung in den vergangenen Trubel gebracht. Man merkt deutlich, wie die fünf Mädels aus Japan neue Energie geschöpft haben und mit sehr viel Freude und Engagement ihre Songs komponiert haben. Nicht umsonst lautet die Übersetzung des Album Titels „Offenbare Deine Gefühle“. Expose Your Empotions ist für mich eines der Metal Alben des Jahres 2019, es macht sehr viel Spaß es zu hören. Klare Kaufempfehlung!

 

 

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